20 Februar 2014 - 20:30
Iran lehnt ausländische Einmischung in der Ukraine ab

Das iranische Außenministerium hat sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine geäußert.

„Durch ausländische Einmischung werden sich die Differenzen zwischen den Konfliktparteien noch verschärfen und die Lage kann sich dadurch zuspitzen“, sagte die Sprecherin des iranischen Außenministeriums Marzieh Afkham am Mittwoch. Sie bedauerte den Tod ukrainischer Bürger bei den jüngsten Unruhen und äußerte die Hoffnung, dass durch eine nationale Versöhnung die bestehende Krise sobald wie möglich beigelegt wird.
Bei neuen Unruhen in der Ukraine, die am Dienstag begannen, wurden mindestens 25 Personen - teils Polizisten, teils Regierungsgegner - getötet. Präsident Janukowitsch hat für den heutigen Donnerstag Staatstrauer ausgerufen. Unterdessen gab er am Mittwoch nach einem Treffen mit Oppositionsführern in Kiew bekannt, dass Regierung und Opposition einen Gewaltverzicht vereinbart haben. Die Regierungsgegner Klitschko und Jazenjuk sagten, die Gespräche würden heute fortgesetzt.
Um den Druck auf die ukrainische Regierung zu erhöhen, hat das US-Außenministerium erste Sanktionen gegen das Land verhängt. Ein Sprecher sagte gestern in Washington, es gelte ein Einreiseverbot für 20 Regierungsmitglieder und andere Offizielle. Diese mache man verantwortlich für das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in der Nacht zum Mittwoch. Die EU-Außenminister wollen am Nachmittag über mögliche europäische Strafmaßnahmen beraten. Außerdem reisen Bundesaußenminister Steinmeier und seine Kollegen aus Frankreich und Polen zu Gesprächen nach Kiew.